Wechsel von L- auf H-Gas: Anpassung der Gasgeräte beginnt ab Mitte Juli 2017

Achim, 22.06.2017 – Der Termin für die Umstellung der Gasqualität in unserem Gasversorgungsgebiet rückt näher. Ab Oktober 2017 beliefern wir unsere Gasnetzkunden in Achim, Oyten, Ottersberg und Langwedel nicht mehr mit L-Gas, sondern mit H-Gas. Das neue H-Gas hat gegenüber L-Gas einen circa 10 Prozent höheren Energieinhalt pro Kubikmeter. Die Energiemenge, die das Gasgerät für die Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser oder zum Kochen benötigt, bleibt jedoch gleich – und somit auch die Gasverbrauchskosten durch die Umstellung der Gasqualität unverändert.
 
Damit die Gasgeräte auch nach der Gasumstellung sicher und störungsfrei betrieben werden können und davon keine Gefahr für unsere Kunden ausgeht, müssen diese an die neue Gasqualität angepasst werden. Zur Beurteilung, welches Gasgerät wie und wann anzupassen ist oder in ganz seltenen Fällen ersetzt werden muss, haben wir im letzten Jahr die Daten aller Geräte in unserem Netzgebiet aufgenommen. Die Auswertung der Daten erfolgte auf Basis der Herstellerangaben und der Datenbank des Deutschen Verbandes des Gas- und Wasserfaches und ist soweit abgeschlossen. Nur ein kleiner Anteil von rund 100 Geräten muss durch ein Neugerät ersetzt werden, da Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind oder Hersteller nicht mehr existieren. Dieser Anteil entspricht etwa 0,5 Prozent der insgesamt 21.140 erhobenen Gasgeräte und liegt damit sogar unter den Erfahrungswerten von bereits durchgeführten Umstellungsmaßnahmen.
 
Derzeit stellen wir das für die Anpassung benötigte Material zusammen und planen die Termine für den erneuten Besuch bei unseren etwa 18.400 Netzkunden. Bei dem Material handelt es sich zumeist um Brennerdüsen oder Umrüstsätze, die in die Gasgeräte eingebaut werden müssen. Es gibt aber auch Geräte, die nur neu eingestellt werden müssen oder sich sogar selbständig auf das neue H-Gas einstellen. Eine Umrüstung mit Ersatzteilen ist dann nicht erforderlich. Alle Kunden, deren Gasgeräte nicht anpassbar sind, haben wir bereits informiert.
 
Wie bereits in der Erhebungsphase auch, werden wir die Termine für die notwendigen Arbeiten an den Gasgeräten etwa zwei Wochen im Voraus schriftlich ankündigen. Mitte Juli 2017 werden wir mit der Anpassung der ersten Gasgeräte beginnen. Dann wird das von uns beauftragte Unternehmen ESK/Gatter3 Technik unsere Gasnetzkunden erneut besuchen und die Gasgeräte anpassen. Die Mitarbeiter behalten den von uns bereits für die Erhebung  ausgestellten Lichtbildausweis, mit dem sie sich entsprechend ausweisen können. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, um unsere Kunden vor Trickbetrügern zu schützen, ist ein Sicherheitscode, den wir in unserem Kundenanschreiben für die Terminankündigung bekanntgeben werden. Diesen Code kennt der von uns beauftragte Mitarbeiter. Wir bitten deshalb darum, die Terminanschreiben sorgfältig aufzubewahren.

Der größte Teil der Gasgeräte wird im Zeitraum zwischen September und November 2017 angepasst. In dieser Zeit ist ein erhöhter Personaleinsatz von maximal 80 Monteuren erforderlich. Bei rund 10 Prozent unserer  Kunden wird ein weiterer Besuch durch das von uns mit der Qualitätssicherung beauftragte Unternehmen Runkel folgen, das ebenfalls mit einem Lichtbildausweis ausgestattet ist. Damit soll sichergestellt werden, dass die Anpassungsarbeiten ordnungsgemäß und fachgerecht durchgeführt worden sind.
 
Für Eigentümer einer Kundenanlage oder eines Verbrauchsgerätes mit ordnungsgemäßem Verwendungsnachweis, die aufgrund des Umstellungsprozesses von L- auf H Gas ein Neugerät installiert haben, welches im Rahmen der Umstellung nicht mehr angepasst werden muss, besteht gemäß §19a EnWG ein Kostenerstattungsanspruch in Höhe von 100 Euro für jedes Neugerät. Einen Antrag für die Erstattung dieser Kosten und weitere Informationen zum Thema L- auf H-Gasumstellung finden Sie auf unserer Internetseite www.stadtwerke-achim.de.
 
Wir bitten unsere Kunden um Unterstützung der beauftragten Fachunternehmen, damit dieses Projekt erfolgreich und termingerecht abgeschlossen werden kann. Zur Beantwortung von Fragen sind die Ansprechpartner der Hotline unter 0800 66469072 oder ab 17.07.2017 vor Ort im Erdgasbüro in der Gaswerkstraße 7 in Achim unter 04202 510497 erreichbar.
 
 
Über die Stadtwerke Achim AG
 

Die Stadtwerke Achim AG wurden 1910 als Gaswerk Achim AG gegründet und 1967 in Stadtwerke Achim AG umbenannt. Als kommunaler Energieversorger betreiben die Stadtwerke das Stromnetz (Netzlänge ca. 690 km) in Achim, an das ca. 17.600 Kunden angeschlossen sind. Zudem versorgt die Stadtwerke ca. 18.400 Kunden in Achim, Oyten, Ottersberg und Langewedel mit Erdgas (Netzlänge ca. 600 km). Die jährlichen Investitionen in der Region belaufen sich auf rund 4,3 Millionen Euro.

Seit 2012 besitzen und betreiben die Stadtwerke das Straßenbeleuchtungsnetz in Achim, an das über 4.400 Leuchten angeschlossen sind. Das Straßenbeleuchtungsnetz soll in den nächsten Jahren erheblich modernisiert und damit energieeffizienter werden. Darum wurden seit 2012 über 1.000 Leuchten auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt.

In ihrem Blockheizkraftwerk produzieren die Stadtwerke in besonders umweltschonender Weise Fernwärme und Strom in Koppelproduktion. An das Netz sind über 300 Kunden angeschlossen, darunter fünf Schulen inkl. Sporthallen, das Frei- und Hallenbad Achim sowie ein Seniorenheim und das Rathaus.

Die Stadtwerke beschäftigen 82 Mitarbeiter im technischen und gewerblichen Bereich am Hauptsitz in der Gaswerkstr. 7 in Achim. Zusätzlich zu den vier Auszubildenden im kaufmännischen und IT-Bereich, wollen die Stadtwerke zukünftig in den technischen Disziplinen Strom und Gas ausbilden.

 

< >