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Stromkennzeichnung 2010 PDF Drucken E-Mail

Das Stromkennzeichen dient der Verbraucherinformation. Es zeigt dem Stromkunden an, welche Energieträger zur Erzeugung seines Strombedarfs genutzt wurden. Zudem teilt es ihm die Umweltauswirkungen mit, die bei der Erzeugung der gelieferten Energie entstanden sind. Ausgewiesen wird jeweils der Energiemix eines vorangegangenen Kalenderjahres.

Energieträgermix

Der Energieträgermix ist definiert durch die Anteile der genannten Energieträger, welche zur Strombelieferung unserer Kunden im letzten Jahr insgesamt verwendet wurden.

Kernkraft

Kernkraft ist die Form von Primärenergie, die bei Kernreaktion entsteht. Die häufigste Anwendung von nuklearer Energie ist die Erzeugung elektrischen Stroms. Dabei wird die bei der Kernspaltung in Kernkraftwerken freigesetzte (Wärme-) Energie zur Stromerzeugung genutzt.

Kohle, Erdgas und Sonstige fossile Energieträger

Fossile Energien (wie z.B. Kohle und Erdgas oder Heizöl, Mischfeuerungsanlagen und Kombikraftwerke) nennt man nutzbare Energie, die durch biologische und physikalische Vorgänge entstanden sind. Da diese Entstehungsprozesse besondere Bedingungen und lange Entwicklungszeiträume voraussetzen, gelten fossile Energieträger als endlich. Die meisten fossilen Brennstoffe basieren auf organischen Kohlenstoff-Verbindungen. Bei der Verbrennung mit Sauerstoff wird daher nicht nur Energie in Form von Wärme freigesetzt, sondern auch Kohlenstoffdioxid (Co2). Fossile Energien produzieren jedoch keinen nuklearen Abfall.

Erneuerbare Energien, gefördert nach dem EEG

Unter den Erneuerbaren Energien werden diejenigen Energieträger verstanden, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Entweder ist die dargebotene Energiemenge so groß, dass sie durch menschliche Nutzung nicht erschöpft werden kann (z.B. Wind- oder Sonnenenergie) oder sie erneuert sich zeitnah und kontinuierlich (z.B. Bioenergie einschließlich Biogas, Biomethan sowie Deponie-, Klärgas und Grubengas, Geothermie oder Wasserkraft). Die Erneuerbaren Energien entwickeln definitionsgemäß keine Co2-Emissionen und produzieren keinen nuklearen Abfall.

Sonstige Erneuerbare Energien

Sonstige Erneuerbare Energien sind Erneuerbare Energien, die nach EEG nicht förderfähig sind oder nicht in der jeweiligen Anlagengröße nach EEG gefördert werden.

Quelle: BDEW

Umweltauswirkungen

Das Stromkennzeichen teilt dem Stromkunden die Umweltauswirkungen mit, die bei der Erzeugung der gelieferten Energie entstanden sind. Ausgewiesen werden die Co2-Emissionsbilanz und der radioaktive Abfall der gelieferten Energie jeweils in Gramm pro Kilowattstunde.

Co2-Emissionen

Die bei der Erzeugung des jeweiligen Strommix entstehenden CO2-Emissionen werden mit Hilfe von spezifischen CO2-Emissionsfaktoren berechnet und in Gramm pro Kilowattstunde ausgewiesen.

Radioaktiver Abfall

Bei der Erzeugung von Kernenergie fällt nuklearer Abfall an, der in Gramm pro Kilowattstunde ausgewiesen wird.

Die Kennzeichnung der Stromlieferung für das Jahr 2010 finden Sie hier.